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Philosophie

Meine ganz persönliche Geschichte ist die Wurzel von Menschleinklein


Von den neuen Herausforderungen die das Leben als Familie bereithält, war ich persönlich ziemlich überrascht. Glaubte ich doch, ich sei gut vorbereitet, so wirbelte die Ankunft unseres ersten wundervollen Menschleins alles völlig durcheinander. Eine schwere Geburt, Stillprobleme, ein Baby, das viel weinte und sich nicht ablegen ließ, quälender Schlafmangel, pausenloses Zur-Verfügung-stehen und dauernd neue Unsicherheiten – das war alles überhaupt gar nicht so, wie ich mir das ausgemalt hatte. 

 

Was mir persönlich half?

Neben meiner wundervollen Hebamme und einem sehr unterstützenden privaten Umfeld war es auch der Austausch mit anderen Eltern. Die Gesellschaft und der gute(!) Rat in den Kursen, die ich besuchte. 

Doch mit so manchen Ansichten kam ich einfach nicht klar. 
Ich begann viel zu lesen, tauschte mich online mit anderen Eltern aus. Schnell begegnete mir die „Attachement Parenting“-Philosophie von der bedürfnis- und beziehungsorientierten Elternschaft, in der ich mich endlich verstanden, bestätigt und zuhause fühlte. 

Unser Baby wurde sehr bald viel getragen, wir nahmen das Menschlein mit in unser Bett, das Stillen funktionierte ganz problemlos und tat uns beiden gut. Die Bindung zwischen uns allen wurde stärker, das Leben mit Baby leichter. Bei unserem zweiten Menschlein, knapp 4 Jahre später machten wir das alles von Anfang an genauso wieder. Und da kein Kind dem anderen gleicht, war nun wieder alles anders, aber das ist eine andere Geschichte…

In dieser Zeit wuchs in mir der Wunsch all das Wissen und die Erfahrungen zu teilen und weiter zu geben. Es gibt doch rundherum immer noch viel zu viele „Ammenmärchen“, die Eltern erzählt werden. Sie verunsichern und machen ihnen unnötig das Leben schwer.

Ich habe eine Vision: Ich wünsche mir eine Welt, in der Eltern, Großeltern, Pädagogen, Lehrer und viele mehr ein Bewusstsein für die Wichtigkeit eines achtsamen Umgangs miteinander und vor allem mit unseren Kindern entwickeln. Ein bedürfnis- und beziehungsorientiertes Familienleben von Anfang an ist von elementarer Bedeutung für die gesunde Entwicklung des Menschen. Rein theoretisch könnte das die ganze Welt verändern...

Das ist die Vision. Wir beginnen deren Verwirklichung mit einem ersten Schritt und fangen direkt zuhause mit den Herausforderungen des realen Alltags an. Seid ihr dabei...?
 

Herzlichst, Eure 

Annika Klaus